von Prollius:

Marktwirtschaft ist ein integraler Bestandteil der Kultur des Westens. Zugleich hat die Marktwirtschaft heute viele Gegner und nur wenige Unterstützer. Ihr per se sozialer Charakter wird vor allem von fehlgeleiteten Politikern und interventionistischen Intellektuellen missachtet. Angesichts des Versagens herkömmlicher Wohlfahrtspolitik mit wachsenden Massen enttäuschter und geprellter Bürger ist es Zeit, dem vorherrschenden wirtschaftspolitischen Schwindel entgegenzutreten. Nicht die Marktwirtschaft ruft Krisen hervor. Dafür sind vielmehr diejenigen verantwortlich, die ständig Ergebnisse gegen die Menschen auf Märkten zu erzielen versuchen. Die Soziale Marktwirtschaft ist heute nicht mehr sozial. Ursache ist nicht ein Mangel an Sozialstaat, sondern ein Mangel an Marktwirtschaft. Die Finanzkrise ist nicht Folge ungehemmter Marktwirtschaft, sondern zuallererst Ausdruck staatswirtschaftlicher Verfehlungen. Der unversöhnliche Antagonismus zwischen auf Macht gerichteter Politik und auf die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse gerichteter Marktwirtschaft ist der Konflikt dieses Jahrhunderts, dem wir uns endlich stellen müssen. Die Rückkehr zu einer sozialen Marktwirtschaft setzte eine Erneuerung der Marktwirtschaft voraus.
Tenor des vorliegenden Essays ist, dass wir aus Eigeninteresse und der Wahrheit zuliebe die schlechte Reputation der Marktwirtschaft, die im englischsprachigen Raum bekanntlich als Kapitalismus bezeichnet wird, nicht als gegeben hinnehmen sollten. Marktwirtschaft und Soziale Marktwirtschaft sind keine sich selbst erhaltenden Ordnungen. Ordnungsvergessenheit und Ordnungsverlust gehen Hand in Hand. Wer sich nicht gegen den Ordnungsverfall auflehnt, wird (bald) feststellen, dass er unter Bedingungen lebt, die er sich weder gewünscht hat, noch ertragen möchte.
Das Buch ist im Olzog-Verlag erschienen.
Hazlitt:

In keinem Bereich des menschlichen Bemühens spuken so viele Irrtümer herum wie in der Wirtschaft. Das ist kein Zufall. Die dem Fach eigenen Schwierigkeiten sind schon groß genug. Sie werden aber um ein Vielfaches erweitert durch das nachhaltige Eintreten für eigennützige Interessen. Die Auswüchse solcher Kurzsichtigkeit bekommen wir alle täglich zu spüren. Hazlitt analysiert überzeugend, scharfsinnig und für jedermann verständlich die verhängnisvollen Wirkungen der wirtschaftspolitischen Irrtümer unserer Tage. Wer seine »Lektion« gelesen hat (wozu es keiner großen Mühe bedarf, weil es keine Kenntnisse voraussetzt), wird vieles klarer und mit anderen Augen sehen. Er wird die wirtschaftlichen Zusammenhänge besser verstehen.
Das Buch ist im Olzog-Verlag erschienen.
Mises:

Wie klar und eindeutig sich doch die Mises’schen Grundgedanken in diesem Buch abzeichnen − jene Ideen über Wirtschaft und Gesellschaft, die ihm die Bewunderung seiner Anhänger und die Feindseligkeit seiner Gegner eintrugen …
Obwohl jeder der sechs Vorträge als unabhängige Abhandlung gelten kann, bereitet die Harmonie der ganzen Reihe dem Leser einen ästhetischen Genuss, wie ihn der Beschauer eines architektonischen Meisterwerks erlebt.
Fritz Machlup (Princeton 1979)
„Freiheit in der Gesellschaft heißt, daß ein Mensch ebenso sehr von anderen abhängig ist, wie diese von ihm. In der freien Marktwirtschaft dient jeder seinen Mitbürgern und diese wiederum dienen ihm. Die Menschen glauben, daß es in einer Marktwirtschaft […] die Industriekapitäne, die Geschäftsleute, die Unternehmer sind, die tatsächlich den Ton in der Wirtschaft angeben. Aber das ist ein Irrtum. Die wirklichen Herren im marktwirtschaftlichen System sind die Verbraucher. Und wenn die Verbraucher sich von einer Branche abwenden, verlieren die betroffenen Geschäftsleute ihre Bedeutung in der Gesamtwirtschaft, es sei denn, sie passen ihre Tätigkeit den Wünschen und den Aufträgen der Verbraucher an.“
Ludwig von Mises
Das Buch ist im Olzog-Verlag erschienen.
Detmar Doering:

Freiheit, Revolution, Tradition
Ein Edmund-Burke-Brevier
In diesem Buch soll in Zitaten aus dem umfangreichen Gesamtwerk die ganze Bandbreite des Burke'schen Schaffen aufgezeigt werden. Auszüge aus seiner Schrift über die Ästhetik des Erhabenen und Schönen, aus seiner philosophischen Satire gegen Lord Bolingbroke, aus seinem Fragment einer Geschichte Englands und aus seiner einzigen ökonomischen Schrift «Thoughts and Details on Scarcity» von 1795 stehen neben seinen bekannten politischen Schriften. In ihnen wird ein Denker sichtbar, der stets für liberale Werte einstand, diese aber nicht losgelöst von ihren konkreten historischen, gesellschaftlichen und kulturellen Voraussetzungen sehen wollte. Viele der Texte in diesem Band sind vom Herausgeber erstmals ins Deutsche übertragen worden. Ein Nachwort des ehemaligen deutschen Bundeswirtschaftsministers Ott Graf Lambsdorff schließt das Buch ab.
1. Auflage 2009
168 Seiten, 13 x 20 cm
broschiert
EUR 16.00
ISBN 978-3-7225-0113-0
Das Buch ist im HEP-Verlag erschienen.
Peer-Robin Paulus:

Unter freien Menschen
Ein Wilhelm von Humboldt-Brevier
Wilhelm von Humboldt ist nicht allein einer der bedeutendsten Sprachtheoretiker des Landes und Urheber des Humboldt'schen Bildungsideals, das erst Preußen und dann das Zweite Kaiserreich gross gemacht hat und im Anschluss weltweit kopiert wurde. Bis heute nur wenigen ist Wilhelm von Humboldt auch als «Deutschlands größter Theoretiker der Freiheit» vertraut, so aber just Friedrich August von Hayek. Auch kaum bekannt ist, dass Humboldt die Schrift «Ideen zu einem Versuch, die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen», die ihm zu eben diesem Ritterschlag verholfen hat, im Alter von 25 Jahren verfasst hat.
Das Brevier erscheint zu einer Zeit, da in Berlin der Bau des «Humboldt-Forums» ansteht und die Humboldt-Universität kurz vor ihrem 200. Geburtstag steht. Daher stehen die Zeichen gut, dass nicht nur Freunde der Freiheit, sondern auch viele andere mit diesem originellen Denker aufs Neue Bekanntschaft schliessen.
1. Auflage 2008
180 Seiten, 13 x 20 cm
broschiert
EUR 16.00
ISBN 978-3-7225-0094-2
Das Buch ist im HEP-Verlag erschienen.
Robert Nef:

Dichter der Freiheit
Ein Friedrich-Schiller-Brevier
Die in diesem Brevier zusammengestellte Auswahl von Zitaten und Textausschnitten zeigt Schiller als bedeutenden Freiheitsdenker. Freiheit ist für ihn nicht ein Freipass, jeweils gerade das zu tun, was einem beliebt. Freiheit stellt uns, so Schiller, vielmehr vor die Herausforderung, einem selbstbestimmten Ideal nachzustreben und dabei auch auf die Stimme des Herzens zu achten. Während die Freiheitsdiskussion heute vom Spannungsfeld zwischen Politik und Wirtschaft beherrscht wird, hat Schiller schon vor über 200 Jahren die Kultur als dritte Dimension ins Zentrum gerückt. Der Weg zu einer humaneren Gesellschaft führt über die Pflege des Wahren, des Schönen und des Guten zur Kultur im weitesten und besten Sinn.
1. Auflage 2006
160 Seiten, 13 x 20 cm
broschiert
EUR 16.00
ISBN 978-3-7225-0046-1
Das Buch ist im HEP-Verlag erschienen.
Gerd Habermann:

Freiheit oder Gleichheit
Ein Alexis de Tocqueville-Brevier
Im Mittelpunkt der Auswahl steht das Thema Freiheit, ihre Voraussetzungen im demokratischen Zeitalter und ihre Bedrohung durch Bürokratie und Wohlfahrtsstaat. Ohne Privateigentum, Dezentralisation, Selbstregierung von Provinzen und Gemeinden, Unabhängigkeit der Gerichte, freier Presse und freiem Vereinswesen sowie einer Bindung der Bevölkerung in Traditionen ("Sitten") und religiösem Glauben kann sich die moderne Freiheit nach Tocquevilles Ansicht nicht behaupten. Es sind ausserdem sonstige originelle Betrachtungen und Beobachtungen aufgenommen sowie auch Proben seiner besonderen Meisterschaft gegeben: der Menschenschilderung.
1. Auflage 2005
197 Seiten, 13 x 20 cm
broschiert
EUR 16.00
ISBN 978-3-7225-0003-4
Das Buch ist im HEP-Verlag erschienen.
Gerd Habermann:

Der Weg zum Wohlstand
Ein Adam-Smith-Brevier
Adam Smith, der Weise aus Schottland, ist mehr als nur ein Wirtschaftswissenschaftler. Dieses Brevier zeigt, dass er nicht nur ein glänzender Ökonom, sondern auch ein brillanter Moralphilosoph war, der die notwendigen institutionellen Voraussetzungen einer spontanen Ordnung, wei kaum einer nach ihm, erfasst und dargestellt hat. Dieses Brevier ist damit eine gute Einführung in das Thema Marktwirtschaft und Ethik.
2. Auflage 2008
160 Seiten, 13 x 20 cm
broschiert
EUR 16.00
ISBN 978-3-7225-0055-3Das Buch ist im HEP-Verlag erschienen.
Gerd Habermann:

Philosophie der Freiheit
Ein Friedrich-August-von-Hayek-Brevier
Dieses Brevier enthält die Kernideen aus Hayeks ökonomischem und sozialphilosophischem Werk. Im Mittelpunkt steht seine bekannte Theorie der spontanen Ordnung mit den Elementen Freiheit, Eigentum und "Wettbewerb als Entwicklungsverfahren". Von dieser Theorie her versucht der Autor zu zeigen, dass die Zwangsordnung des Sozialismus und Wohlfahrtstaates evolutorisch keine Chancen hat, wenn die Höhe der modernen Zivilisation erhalten bleiben soll.
5. Auflage 2008
140 Seiten, 13 x 20 cm
broschiert
EUR 16.00
ISBN 978-3-7225-0099-7
Das Buch ist im HEP-Verlag erschienen.
Gerd Habermann:

Vision und Tat
Ein Ludwig-Erhard-Brevier
Ludwig Erhard wurde am 4. Februar 1897 in Fürth geboren. Er begründete seinen Ruhm mit der erfolgreichen Durchsetzung seiner Konzeption der «Sozialen Marktwirtschaft» nach 1948. Von 1963 bis 1966 war Erhard deutscher Bundeskanzler. Sein legendärer Ruf beruht auf einer seltenen Verbindung einer konkreten Vision mit praktischem Durchsetzungsvermögen.
Erhard ist am 5. Mai 1977 in Bonn gestorben.
Zum Inhalt des Ludwig-Erhard-Breviers: Ludwig Erhards Leistung besteht vor allem darin, dass er mit traumwandlerischer Sicherheit sein Konzept der Marktwirtschaft durchsetzte und so den Wiederaufstieg Deutschlands ermöglichte. Erhard war vor allem ein politischer Visionär von enormer Überzeugungskraft. Das Brevier enthält Kernstellen seiner Wirtschaftsphilosophie im Zusammenhang mit seinen politischen Kämpfen. Nur Teile seines gesellschaftspolitischen Zukunftskonzepts konnte er jedoch realisieren. Inzwischen ist sein Werk - die «Soziale Marktwirtschaft» - vom Verfall bedroht. Dieses Brevier versteht sich darum besonders als Orientierungshilfe gegen die ordnungspolitische Verwahrlosung, welche die deutsche Gesellschaftspolitik nach Erhard immer mehr kennzeichnet. Zum Herausgeber: Prof. Dr. Gerd Habermann leitet hauptberuflich das Unternehmerinstitut der Arbeitsgemeinschaft Selbständiger Unternehmer e. V. in Berlin und ist Professor an der Universität Potsdam. Nebenamtlich ist er Sekretär der 1998 gegründeten Friedrich August von Hayek-Gesellschaft und - seit 2002 ausserdem Vorsitzender der ebenfalls neu entstandenen Friedrich August von Hayek-Stiftung für eine freie Gesellschaft. Ferner ist er auch Mitglied der Mont Pélerin Society.
2. Auflage 2005
223 Seiten, 13 x 20 cm
broschiert
EUR 16.00
ISBN 978-3-7225-0001-0
Das Buch ist im HEP-Verlag erschienen.
Gerd Habermann:

Das Mass des Menschlichen
Ein Wilhelm-Röpke-Brevier
Schon der gewählte Titel - «Das Maß des Menschlichen» - zeigt, daß Wilhelm Röpke mehr als nur ein glänzender Ökonom war: ihm ging es im letzten um die entscheidenden Fragen «Jenseits von Angebot und Nachfrage», wie eines seiner bekanntesten Bücher lautet. In diesem Sinne ist er temperamentvoller Verfechter einer dezentralisierten, sozial gegliederten und naturnahen Gesellschaft, ein Freund der «kleinen Kreise» gegen die Tendenz zur «Vermassung» und «komfortablen Stallfütterung» des Wohlfahrtsstaates.
2. Auflage 2005
203 Seiten, 13 x 20 cm
broschiert
EUR 16.00
ISBN 978-3-7225-0004-1
Das Buch ist im HEP-Verlag erschienen.
Roland Baader:

Logik der Freiheit
Ein Ludwig-von-Mises-Brevier
Ludwig von Mises vertritt die Auffassung, dass es Freiheit ohne Marktwirtschaft oder Kapitalismus nicht geben kann. Sozialismus - auch der «weiche» Sozialismus des Interventions- und Wohlfahrtsstaates - ist in einer Gesellschaft freier Menschen unvereinbar und muss früher oder später scheitern. Dass und warum die Freiheit der Menschen und Märkte die unendlich viel bessere Idee ist als jede Form des Kollektivismus, Etatismus, Sozialismus und Interventionsimus, versucht Mises in unzähligen Publikationen zu zeigen. Das Mises-Bervier soll die faszinierende Welt seiner Ideen einem breiteren Publikum erschliessen
2. Auflage 2008
248 Seiten, 13 x 20 cm
broschiert
EUR 16.00
ISBN 978-3-7225-0056-0
Das Buch ist im HEP-Verlag erschienen.
Detmar Doering:

Vernunft und Leidenschaft
Ein David-Hume-Brevier
In diesem Buch soll die ganze Bandbreite des Humeschen Denkens in Zitaten aufgezeigt werden. Dabei steht nicht nur die skeptizistische Erkenntnistheorie im Mittelpunkt, mit der Hume heute am meisten verbunden wird, sondern sein sozialphilosophisches Denken. Schließlich leistete Hume etwa im Gebiet der Ökonomie neue Beiträge, die nicht zuletzt seinen Freund Adam Smith wesentlich beeinflussten. Erst in letzter Zeit eingehender gewürdigt sind auch seine Beiträge zur politischen Philosophie, in denen er eine evolutionäre Ordnungstheorie entwickelt. Immer wieder kreisten Humes Gedanken um die Wechselbeziehung von Freiheit und Rechtsordnung. Seine Ideen hierzu sind auch für den modernen Liberalismus immer noch von hoher Aktualität.
1. Auflage 2003
127 Seiten, 13 x 20 cm
broschiert
EUR 16.00
ISBN 978-3-7225-6919-2
Das Buch ist im HEP-Verlag erschienen.
Karen Ilse Horn:

Die liberale Demokratie
Ein Benjamin-Constant-Brevier
Benjamin Constant, der rastlose Europäer, hat als einer der ersten Gelehrten erkannt, dass auch die Demokratie keinen hinreichenden Schutz vor der Tyrannei bietet. Ob die Herrschaft in Händen eines einzelnen, weniger oder vieler liegt, immer bedarf die politische Autorität einer Selbstbeschränkung durch das Recht, damit die individuellen Freiheitsrechte gewahrt bleiben. Neben bahnbrechenden Leitlinien für die notwendigen institutionellen Absicherungen der Demokratie enthält das Werk von Constant jedoch auch grundlegende, von Adam Smith und Jean-Baptiste Say inspirierte Erkenntnisse über das Wesen und die Rolle der wirtschaftlichen Freiheit und des privaten Eigentums. Die in diesem Brevier gesammelten Zitate vermitteln einen Eindruck von der Fülle seines Denkens, das die wesentlichen Grundsätze des politischen wie wirtschaftlichen Liberalismus umfasst.
1. Auflage 2004
146 Seiten, 13 x 20 cm
broschiert
EUR 16.00
ISBN 978-3-7225-6925-3
Das Buch ist im HEP-Verlag erschienen.
Marianne und Klaus Diem:

Der Staat – die grosse Fiktion
Ein Claude-Frédéric-Bastiat-Brevier
Dieses Buch enthält Bastiats pointierteste Abhandlungen in neuer Übersetzung.Die Auswahl an rechtsphilosophischen und ökonomischen Texten ver-deutlicht die Einheit des konsequent freiheitlichen Denkens Bastiats. Wer eine leicht lesbare Einführung in ökonomisches Denken sucht, wird dieses Buch ebenso mit Gewinn lesen wie derjenige, der sich über die Geschichte des Liberalismus informieren will.
1. Auflage 2001
174 Seiten, 13 x 20 cm
broschiert
EUR 16.00
ISBN 978-3-7225-6918-5
Das Buch ist im HEP-Verlag erschienen.
Michael von Prollius:

Herrschaft oder Freiheit
Ein Alexander-Rüstow-Brevier
Alexander Rüstow, geboren am 8. April 1885 in Wiesbaden als Sohn eines späteren preußischen Generals, gestorben am 30. Juni 1963, gilt als einer der letzten Universalgelehrten Deutschlands und als großer Freiheitsdenker. Ungewöhnlich vielseitig sind die Stationen seines Lebenswegs: wissenschaftlicher Abteilungsleiter eines altphilologischen Verlags, Offizier im Ersten Weltkrieg, Referent im Reichswirtschaftsministerium, Syndikus des Vereins Deutscher Maschinenbauanstalten, Emigrant und Professor für Wirtschaftsgeographie in Istanbul, als Spätheimkehrer "Erbverwalter" Max Webers und Lehrstuhl-Nachfolger von dessen Bruder Alfred Weber in Heidelberg, schließlich Vorsitzender des Think Tanks "Aktionsgemeinschaft Soziale Marktwirtschaft". Seine große Leistung besteht in der Vereinigung universalgeschichtlicher und kultursoziologischer Erkenntnisse mit den wirtschaftspolitischen Grundsätzen des Neoliberalismus, dessen Namensgeber er auf dem Walter-Lippmann-Colloquium 1938 war. Rüstow hat gleichsam den geistesgeschichtlichen Überbau für die Erneuerung des Liberalismus geliefert. Der Humanist setzte sich für eine freie Wirtschaft und Gesellschaft ein. Seine Rede "Freie Wirtschaft - freier Staat" auf der Tagung des Vereins für Socialpolitik 1932 gilt als Gründungsdokument des Neoliberalismus. Die Idee der Menschlichkeit ist es, die Alexander Rüstow antreibt, die sein Wirken in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik begründet. Unter dem Eindruck der menschenverachtenden Weltkriege und autoritär-totalitären Herrschaften zielte sein Wirken auf eine menschenfreundliche Ordnung. Diese orientierte sich am Optimismus der Verfechter der Wirtschaftsfreiheit des 18. Jahrhunderts. Für Rüstow stand unverrückbar fest, dass die Idee der Menschlichkeit für ihre Entfaltung die Freiheit bedarf: "zum Menschsein, zur Entfaltung der Menschlichkeit gehört eben die Freiheit"; ohne Freiheit könne man schlichtweg kein Mensch sein. Eine freiheitliche und menschenwürdige Gesellschaftsordnung vermag für Alexander Rüstow zugleich ein dauerhaftes Gleichgewicht zwischen den beiden ewigen Polen Herrschaft und Freiheit herzustellen. Die in diesem Brevier gesammelten Zitate vermitteln einen Eindruck von der Fülle seines Denkens. Im Mittelpunkt stehen Rüstows Analyse des Geschichtsverlaufs, seine Gesellschaftskritik und seine neoliberale Neuordnung von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft.
1. Auflage 2007
260 Seiten, 13 x 20 cm
broschiert
EUR 16.00
ISBN 978-3-7225-0067-6Das Buch ist im HEP-Verlag erschienen.



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